Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung in der Berufungshauptverhandlung gegen geringe Geldauflage eingestellt

Rechtsanwältin Gölzer hatte für eine Kollegin die Verteidigung einer Mandantin in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Berlin übernommen. Der Mandantin wurde vorgeworfen, beim Linksabbiegen eine Radfahrerin übersehen und diese durch den Zusammenstoß verletzt zu haben. Sie wurde vom Amtsgericht Tiergarten zu einer Geldstrafe wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Gegen das Urteil hatte ihre Rechtsanwältin Berufung eingelegt und diese auf die Rechtsfolgen beschränkt. Zu dem Termin vor dem Landgericht Berlin konnte die Rechtsanwältin allerdings nicht kommen und beauftragte deshalb Rechtsanwältin Gölzer mit ihrer Vertretung der Mandantin.

Rechtsanwältin Gölzer besprach die Verteidigungsmöglichkeiten zunächst mit der Mandantin. Das Ziel der Verteidigung sollte sein, eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage zu erreichen. In der Berufungshauptverhandlung präsentierte Rechtsanwältin Gölzer dem Gericht und der Staatsanwaltschaft alle für die Mandantin sprechenden Umstände. So war die Mandantin beispielsweise weder vor noch nach dem Vorfall strafrechtlich oder verkehrsrechtlich in Erscheinung getreten. Zudem war ihre finanzielle Situation als alleinerziehende Mutter sehr schwierig. Hinzu kam auch, dass die Mandantin aufgrund einer Erkrankung arbeitsunfähig war. Rechtsanwältin Gölzer schlug dem Gericht daher vor, das Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen. Die Staatsanwaltschaft und das Gericht ließen sich von diesem Vorschlag überzeugen, sodass das Verfahren schließlich eingestellt wurde. Die Mandantin muss nun einen geringen Geldbetrag an die Staatskasse zahlen. Sie ist und bleibt aber unbestraft und erhält keine Eintragung im Bundeszentralregister.

Dezember 2019

 

Sie haben ein dringendes Anliegen?